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Traditionsgemeinschaft
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Das sagen die Fans zum Neujahrsauftakt gegen Münster.
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25. Spieltag, 3. Liga
11.02.2012 14:00 Uhr
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Was bringen die Rot-Weißen aus Unterhaching mit?

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Die Traditionsgemeinschaft des SC Rot-Weiß Oberhausen wurde im Dezember 1959 vom ehemaligen Rektor Edmund Hendus unter dem Namen „Kameradschaft der Alten“ im SC Rot-Weiß Oberhausen gegründet, die er als Vorsitzender bis zu seinem Tode leitete.

Sein Nachfolger wurde Paul Gatterdam, der im März 1968 plötzlich verstarb.

Am 29.03.1968 wurde auf einer außerordentlichen Versammlung im Lokal Biederbeck Karl Ternieden als neuer 1. Vorsitzender gewählt, ein Mann, der sich seit seiner Jugend im Fußball bestens auskannte und bereits vor dem Ersten Weltkrieg beim damaligen Oberhausener SV aktiv war.

In dieser Versammlung beschlossen die Kameraden, dass jeder Vereinsangehörige im Alter von 50 Jahren bei 25-jähriger Vereinszugehörigkeit in die Kameradschaft der Alten aufgenommen werden kann. Die Mitgliedschaft ist beitragsfrei und die Kameradschaft unterhält sich durch freiwillige Spenden (von Gönnern finanziert).

Die Versammlungen fanden quartalsmäßig in der Sportgaststätte Walter Siepe statt. Die Kameraden trafen sich außerdem in jedem Monat einmal in verschiedenen Gaststätten, wie zum Beispiel bei Karl Fritz am Altmarkt, Walter Siepe oder unserem Clubhaus am Rechenacker.

Die Abteilung ist seit ihrer Gründung mächtig gewachsen und hatte Ende der 1960-er Jahre über 100 Mitglieder. Mitglied „Nr. 100" war übrigens der Gastwirt Karl Lefken.

Zu den Mitgliedern gehörten ehemalige Spielergrößen der Gau- bzw. Oberliga wie Willy Jürissen, Willi Ickeltrath, Harry Palm oder Anton Schweiger, Oberhausener Geschäftsleute wie Walter Siepe, Karl Ferger, sowie Willi u. Walter Nierhaus. Ebenso war der Rechtsanwalt und Notar Fritz Steinebach Mitglied. Auch ehemalige Präsidenten des SC Rot-Weiß Oberhausen gehörten der KdA an wie zum Beispiel Edmund Hendus, Peter Maaßen, Rudi Reichert oder Willi Bolten sowie der Ehrenvorsitzende Karl Manddrella.

Peter Maaßen sagte einmal, dass die Kameradschaft der Alten eine „der besten Abteilungen im Verein" sei.

Am 22. November 1969 feierte man im Clubhaus an der Landwehr „ein kleines Jubiläum im Großverein", 10 Jahre KdA. Ältestes Mitglied war zur damaligen Zeit übrigens der Gastwirt Ernst Hilsmann, der am 1. Dezember
82 Jahre alt wurde.

Sehr viele Mitglieder der KdA kamen zu großen Ehren bzw. Auszeichnungen und wurden mit der silbernen oder goldenen Ehrennadel des SC Rot-Weiß Oberhausen ausgezeichnet bzw. wurden als Ehrenmitglieder ernannt. Auch wurden Leistungsnadeln des Fußball- bzw. Handballverbandes an verschiedene Mitglieder verliehen.

Nach Karl Ternieden übernahm Walter Hendus (Sohn von Vereins- und KdA-Gründer Rektor Edmund Hendus) den Vorsitz der KdA. Ihm folgte Heinrich Horn, der in der Versammlung vom 30.06.1986 von Konny Pick abgelöst wurde. Konny Pick kam von der Leichtathletik und hatte sich in Oberhausen und im Verband Nordrhein sehr hohe Verdienste erarbeitet und erworben. Der Name Konny Pick bedeutete in der Leichtathletik (nicht nur in Oberhausen) etwas und so wurde er in zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet.

Nach seinem Tod am 17.08.1996 übernahm Willi Bolten das Ruder der KdA. Wer kennt diesen Mann nicht? Er machte sich nicht nur einen Namen in der Handballabteilung, sondern mehr als (Retter) Notvorstand des SC Rot-Weiß Oberhausen. Ohne diesen Mann und seine endlosen Bemühungen hätte es den SC Rot-Weiß Oberhausen und die KdA zum damaligen Zeitpunkt wohl nicht mehr gegeben.

Nach dem plötzlichen Tod von Willi Bolten im Mai 2000 leitet der 2. Vorsitzende Prof. Dr. Georg Scherer bis zur nächsten Jahreshauptversammlung der KdA im April 2001 die Geschicke der Kameraden. Am 18.04.2001 fand dann die Jahreshauptversammlung der KdA mit Neuwahlen in der Clubhausgaststätte statt. Als 1. Vorsitzender wurde einstimmig Prof. Dr. Georg Scherer gewählt.

Nach dem Abriss der Sportgaststätte Walter Siepe, der 1986 plötzlich verstarb, verlegte die KdA ihre Treffen zur Landwehr in die Clubhausgaststätte. Dort finden bis heute die Versammlungen der KdA statt.

Nicht nur die allgemeinen Treffen und das Plaudern über alte Zeiten war die Aufgabe der KdA, sondern man unterstützte den Hauptverein in allen Belangen. So wurden Gelder von Mitgliedern gesammelt bzw. gespendet und den Jugendabteilungen Fuß- u. Handball übergeben. Die KdA sprang somit auch für soziale Dinge ein.

Die Traditionspflege gehörte genauso dazu wie geselliges Beisammensein. So wurde ein jährliches Herbstfest mit Frauen in der Gaststätte Siepe zur festen Größe, das unter den Kameraden immer großen Anklang fand. Ein Besuch zu den Heimspielen unserer Mannschaft war natürlich für jedes KdA-Mitglied „ein Muss".

Da die Kameradschaft vom Hauptverein feste Plätze auf der alten Haupttribüne zugewiesen bekamen, konnte man sie auch immer gut erkennen (wie die Herren eben früher gekleidet waren, langer Mantel und Hut). Desweiteren wurden gemeinsame Fahrten zu Auswärtsspielen der 1. Mannschaft oder Tagesausflüge organisiert. Auch Kegeln und Skatturniere in unregelmäßigen Abständen trugen zur Geselligkeit bei.

Man sieht also, die Kameraden der Alten waren nicht nur alt, wie der Name sagt, sondern auch rege aktiv in allen Belangen.

Im Jahre 1984 wurde die KdA ein Viertel Jahrhundert alt. Deshalb lud man am 17. November 1984 zum Fest „25 Jahre Kameradschaft der Alten" zu einem Empfang in der Gaststätte „Sauerländer Hof" ein. Der damalige Vorsitzende Heinrich Horn durfte zahlreiche Prominente aus Sport und Politik begrüßen, die der Kameradschaft die besten Grüße überbrachten. Nach vielen Grußworten der anwesenden Gäste erfolgten Reminiszenzen über „25 Jahre" Kameradschaft der Alten. Abgerundet wurde der Empfang durch das Schubert-Quartett Oberhausen.

Da sich einige Kameraden nicht nur einmal monatlich oder nur zu den Quartalsversammlung treffen wollten, beschloss man Ende der 1980-er Jahre einen wöchentlichen Stammtisch ins Leben zu rufen. Dieser Antrag fand bei vielen Kameraden regen Zuspruch und so trifft man sich nun bis heute jeden Donnerstag in der Clubhausgaststätte an der Landwehr am 16.30 Uhr (außer am letzten Donnerstag im Monat in der Gaststätte "Haus Theißen").

Es wird dort nicht nur über Fußball sondern auch über allgemeine tägliche und aktuelle Themen gesprochen und diskutiert.

Die Zeit vergeht und man kommt in die Jahre. Nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch die KdA, die übrigens in der Versammlung am 18.04.1983 in „Traditionsgemeinschaft Kameradschaft der Alten" umbenannt wurde.

In diesem Jahr feiert die „Traditionsgemeinschaft" nun einen runden Geburtstag. Sie wird ein halbes Jahrhundert alt oder wie man im Ehealltag sagt: "Wir feiern Goldene Hochzeit".

50 Jahre ist ja schon was und deshalb wird dieser Anlass natürlich am 14.
November 2009 gebührend in der Clubhausgaststätte gefeiert.

Da die Traditionsgemeinschaft durch Sterbefälle immer mehr schrumpft, wurden die Auflagen zur Aufnahme vor Jahren schon erheblich gelockert. Man braucht heute nur noch Mitglied im SC Rot-Weiß Oberhausen sein, und wer Interesse an Tradition hat, kann zu jeder Gelegenheit zum Stammtisch kommen und auch den Antrag auf Mitgliedschaft stellen.

Mitglieder sind heute noch unter anderem die ehemaligen Spielergrößen von RWO, wie Karl-Otto Marquardt oder Jürgen Jäger, Jochen Füten und Jochen Klapheck. Unser ältestes Mitglied ist übrigens nur einige Jahre jünger als der gesamte SC Rot-Weiß Oberhausen, der im Dezember 2009 auf 105 Jahre Vereinsgeschichte zurückschauen kann. Willi Neumann, ein alter Stratege (aktiv als Handballer und Leichtathlet), vollendete am 17.03. sein 100. Lebensjahr.

Er lebt heute in Menden im Sauerland und informiert sich noch heute über seine Rot-Weißen. Zahlreiche Mitglieder der Traditionsgemeinschaft begleiten noch heute ein Ehrenamt. So bilden die Mitglieder Prof. Dr. Georg Scherer, Jochen Klapheck, Jochen Füten, Wilhelm Abel und Karl-Otto Marquardt den Ehrenrat des SC Rot-Weiß Oberhausen. Die Herren H. Reiter, R. Behnert und R. Reichert sind Mitglieder im Wahlausschuss.

Man sieht die Mitglieder der Traditionsgemeinschaft sind nicht nur passiv, sondern auch noch aktiv mit der Vereinsarbeit verbunden.

Die Traditionsgemeinschaft besteht heute noch aus nachfolgend aufgeführten Mitgliedern:

1. Vorsitzender: Prof. Dr. Georg Scherer 2. Vorsitzender: Hartmut Reiter Schriftführer u. Kassierer: Wilhelm Abel, Albert Becker Reinhard Behnert, Thorsten Binder, Wolfgang Feldmann, Jochen Füten, Jürgen Jäger, Heinz Janßen, Jochen Klapheck, Werner Köppen, Karl-Otto Marquardt, Wilhelm Neumann, Rudolf Reichert, Bern Rickers, Volker Schmidthaus, Günter Wittersheim

Verstorben sind in diesem Jahr folgende Kameraden: Heinz Lauterfeld, Josef Gausmann

Kontaktadresse:
Hartmut Reiter, Bronkhorststraße 109, 47137 Duisburg
Tel.: 0203 / 422 299
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